Becken nach geographischen Gesichtspunkten

Afrikabecken

Es gibt nur wenige rein afrikanische Wasserpflanzen. Dazu gehören die in den meisten Aquarien schlecht wachsenden westafrikanischen Speerblätter (Anubias lanceolata* und Anubiasarten) sowie die Zwergspeerblätter (Anubias nana*).

Viele Arten Wasserpflanzen kommen als Kosmopoliten jedoch auch in afrikanischen Gewässern vor, so daß im wesentlichen die Fischgesellschaft den Charakter eines Afrikabeckens bestimmt.

Besonders empfehlenswert ist dafür ein Schwarm Kongosalmler, Phenacoqrammus interruptus; die Männchen mit den herrlich ausgezogenen Rücken- und Schwanzflossen zeigen, daß ihr Pfleger ein Könner sein muß.

Als Gesellschafter für die Kongosalmler empfehlen sich der verwandte Gelbe Kongosalmler, der Zwergdistichodus, D. decemmaculatus, der Großschuppensalmler, Arnoldichthys spilopterus.

Wer es nicht so genau nimmt, vergesellschaftet die Kongosalmler mit Roten Neon und hat dann kein Artenbecken mehr, sondern ein nach Farbe ausgewähltes Gesellschaftsaquarium. Beide Fischarten haben etwa gleiche Wasseransprüche.

Afrikabecken (Tanganjika- und Malawisee)

Zu den Afrikabecken gehören auch die afrikanischen Cichliden, die schon angesprochen wurden.

Da diese Fische eine spezielle Wasserzusammensetzung mit hoher Gesamthärte benötigen, richten wir diesen Arten im Regelfall ein eigenes Becken ein.

Die Farbenpracht dieser Cichliden, die in manchen Fällen an die der Korallenfische im Meerwasser heranreicht, erklärt die Beliebtheit dieser Fische vielleicht am ehesten.

Zudem sind sie robust und "hart im Nehmen'.

Bei Vergesellschaftung von mehreren Tieren in einem Becken muß man darauf achten, daß jedes Tier oder jedes Paar genügend Versteckmöglichkeiten in Höhlen finden kann, sonst kommt es zu dauernden territorialen Raufereien, die schließlich das schwächere Tier verenden lassen.

Als Bepflanzung eignen sich nur wenige Pflanzen; denn kaum eine Pflanze hält das harte Wasser, das für diese Cichliden erwünscht ist, aus. Am ehesten noch der im Artenbecken mit afrikanischen Cichliden natürlich nicht stilechte Javafarn, der auch von diesen pflanzenfressenden Arten verschmäht wird. Der Farn wächst jedoch nicht, wenn das Becken zu sehr mit Nitrat angereichert ist, weshalb das Wasser in diesem Falle häufiger gewechselt werden muß.

Will man die Cichliden züchten, ist ohnehin der regelmäßige Wasserwechsel unumgänglich. Näheres sollte den Arten- und den Familienbeschreibungen entnommen werden.

 

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