Ammoniak
farbloses, giftiges Gas von charakteristischem, zu Tränen reizendem Geruch.
Ammoniak hat die Formel NH3. Es ist sehr wasserlöslich: 1 Raumteil Wasser
löst etwa 700 Raumteile Ammoniak.
Ammonium
ist nur als Kation NH4 oder in Salzen beständig. Es hat ähnliche Eigenschaften
wie die Alkalimetalle Natrium und Kalium. Ammonium ist ungiftig.
Anionen
negativ geladene Teilchen (Beispiele: CO32, HCOJ 5Q42) Anionen wandern in einem
elektrischen Feld zum Pluspol (Anode).
Base (Lauge)
Stoff, der in wäßriger Lösung negativ geladene Hydroxid-Ionen
(OH--Ionen) bilden kann. Färbt rotes Lackmus-Papier blau.
Brackwasser
ist ein Mischwasser aus See- und Süßwasser. Brackwasser hat einen
Salzgehalt zwischen 2 und 250/00.
Denitrifikation
Reduktion von Nitrat zu Nitrit und Stickoxiden (NO, N20) bzw. molekularem Stickstoff.
Elektrolyte
Stoffe, die den elektrischen Strom durch Ionenwanderung leiten (Beispiele: Säuren,
Basen, Salze).
Gesamthärte
Härte des Wassers, die durch Kalzium- und Magnesiumsalze hervorgerufen
wird. Die Messung erfolgt über die Kationen Ca2+ und Mg2+.
Hydrogenkarbonat(e)
Salze der Kohlensäure. Bei diesen ist nur ein Wasserstoffatom der Kohlensäure
durch ein Metallatom ersetzt. Hydrogenkarbonate werden auch als primäre
Karbonate, saure Karbonate oder Bikarbonate bezeichnet.
Ionen
Positiv oder negativ geladene Teilchen, die in einem elektrischen Feld wandern.
Ionenaustauscher
sind Kunstharze aus einem riesigen organischen Netzwerk mit zahlreichen sauren
Sulfo-Gruppen (-503H) oder basischen Amino-Gruppen (-NH2). Läßt man
einen sauren Austauscher in Wasser quellen, so bilden sich Hydronium-Ionen (H3O+-lonen),
die aber infolge ihrer Ladung an das (negativ geladene) Gerüst gebunden
bleiben. In basischen Austauschern entstehen in entsprechender Weise Hydroxid-Ionen
(OH--Ionen). Ionenaustauscher dienen dazu, Wasser vollständig zu entsalzen.
Man unterscheidet Kationenaustauscher und Anionenaustauscher. Die Kationenaustauscher
sind saure Austauscher, da ihre Hydronium-Ionen gegen Kationen (z. B. Na+ oder
Ca2+) ausgetauscht werden. Dagegen sind Anionenaustauscher basische Austauscher.
Hier werden Hydroxid-Ionen gegen Anionen (z. B. CI- oder SQ42-) ausgetauscht.
Der Austausch ist umkehrbar. ,,Erschöpfte", das heißt vollkommen
mit Kationen bzw. Anionen beladene Austauscher können durch konzentrierte
Säure oder Lauge wieder regeneriert werden.
Karbonat(e)
Salze der Kohlensäure (H2C03). Bei diesen Salzen sind beide Wasserstoffatome
der Kohlensäure durch Metallatome ersetzt. Sie werden auch sekundäre
oder neutrale Karbonate genannt.
Karbonathärte
Härte des Wassers, die durch Hydrogenkarbonate hervorgerufen wird. Die
Messung erfolgt über das Anion HCO3-.
Kationen
Positiv geladene Teilchen (Beispiele: Na+, Ca2+, Mg2+). Kationen wandern in
einem elektrischen Feld zum Minuspol (Kathode).
Nitrat(e)
Salze der Salpetersäure (HNO3). Nitrat ist bei weitem nicht so giftig für
Fische und Pflanzen wie Nitrit. Nitratgehalte ab 150 mg/l sind gefährlich.
Nitratation
2. Stufe des oxidativen Stickstoffabbaus. Nitrit wird durch Bakterien in Nitrat
überführt.
Nitrifikation
Bakterieller Stickstoffabbau in Anwesenheit von Sauerstoff von Ammoniak (Ammonium)
über Nitrit zum Nitrat.
Nitritation
1. Stufe des oxidativen Stickstoffabbaus. Bakterielle Überführung
von Ammonium und Ammoniak in Nitrit.
Nitrit(e)
Salze der salpetrigen Säure (HNO2). Nitrit ist für Lebewesen sehr
giftig. Ein Nitritgehalt ab 0,2 mg/l ist bedenklich für die meisten Fische.
Nitrobacter
Bakterien, die oxidativ Nitrit in Nitrat umwandeln.
Nitrosomonas
Bakterien, die oxidativ Ammoniak oder Ammonium in Nitrit überführen.
Oxidation
= Elektronenabgabe. Nach einer früheren Definition verstand man unter Oxidation
die Vereinigung von Sauerstoff mit einem Element oder einer Verbindung. Nach
der heutigen Definition besteht das Wesen einer Oxidation im Entzug von Elektronen
und damit in einer Erhöhung der elektropositiven Wertigkeit des zu oxidierenden
Stoffes. Jede Oxidation ist mit einer Reduktion gekoppelt.
pH-Wert
Säuregrad eines Wassers. Der pH-Wert ist definiert als der negative dekadische
Logarithmus der Wasserstoff- Ionen-Konzentration:
pH = -10log H+
Die pH-Skala reicht von pH 1 (stark sauer) über pH 7 (neutral) bis pH 14
(stark alkalisch).
Puffer
sind Substanzgemische, deren pH-Wert in wäßrigen Lösungen recht
unempfindlich gegen Säure- oder Basenzusatz ist.
Redox-Potential
= Oxidations-Reduktionspotential, ein Maß für die oxidierende (s.
Oxidation) bzw. reduzierende (s. Reduktion) Wirkung eines Redox Systems. Es
sei an dieser Stelle auf den ausgezeichneten Artikel von KRAUSE (1972): Aquarienmagazin
6, 9.94 verwiesen, der viele Details über diese Problematik enthält.
Redox-System
Eine Lösung, z.B. Aquarienwasser, in der durch Elektronenübergänge
ein Stoff (Stoffe) reduziert und gleichzeitig ein anderer (andere) oxidiert
wird (werden).
Reduktion
Elektronenaufnahme. Im ursprünglichen engeren Sinne verstand man unter
Reduktion den Entzug von Sauerstoff aus einer chemischen Verbindung. Im elektrochemischen
Sinne besteht das Wesen der Reduktion in der Zufuhr von Elektronen durch das
Reduktionsmittel. Diese führt zu einer Verminderung der positiven Wertigkeitsstufe
des zu reduzierenden Stoffes. Jede Reduktion ist mit einer Oxidation gekoppelt.
rH-Einheit
stellt den negativen Logarithmus desjenigen Wasserstoffdruckes dar, mit dem
eine Platinelektrode beladen sein müßte, um eine der betreffenden
Lösung entsprechende Reduktionswirkung hervorzurufen. Mit der rH-Einheit
kann man die Oxidations- bzw. Reduktionsfähigkeit einer Lösung eindeutig
bezeichnen. Die Redoxskala ist in 42 rH-Einheiten aufgeteilt, wobei für
den Aquarianer der Bereich zwischen rH 27 bis 32 interessant ist (siehe KRAUSE,
Aquarienmagazin 6: 9W94, 1972).
Säure
Stoff, der in wäßriger Lösung positiv geladene Wasserstoff-Ionen
(H+-Ionen) bilden kann. Färbt blaues Lackmus-Papier rot.
Seewasser
ist Wasser mit einem Salzgehalt ab 300/oo. Hauptbestandteil der gelösten
Salze ist Natriumchlorid NaCI (Kochsalz). Die Salzkonzentrationen sind in den
einzelnen Meeren unterschiedlich: Nordsee 350/00, Atlantik 360/00, Pazifik 350/00,
Mittelmeer 37,50/00, Rotes Meer 400/00 .
Wasser
Eine bei gewöhnlicher Temperatur geruch- und geschmacklose Flüssigkeit,
die bei 00C zu Eis erstarrt und bei 1000C unter Bildung
von Wasserdampf siedet. Wasser besteht aus zwei Atomen Wasserstoff und einem
Atom Sauerstoff H20.
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