Für
kleine Becken bis 60 cm Länge reicht zur Reinigung ein großes Küchensieb
(Durchschlag), in das jeweils zwei Tassen Kies (Sand) gegeben werden, den man
unter fließendem Wasser gründlich durchspült. Größere
Kiesmengen sollte man am besten im Freien mit einem Gartenschlauch im Eimer
oder auf einem großen Sieb durchwaschen. Die Methode des Auswaschens im
Eimer ist die gebräuchlichste, denn wer hat schon ein großes Sieb?
Der Eimer wird zur Hälfte mit Kies gefüllt und dann der Schlauch bis
auf den Grund gehalten. Mit dem Schlauch und der Hand wird jetzt solange kräftig
gerührt, bis oben nur noch klares Wasser abfließt. Je besser Kies
oder Sand ausgewaschen werden, desto weniger trübes Wasser hat man später.
Wer keinen Garten oder einen Schlauchanschluß im Freien hat und Kies oder
Sand im Bekken oder in der Badewanne wäscht, sollte Obacht geben, daß
nichts in den Ausguß gelangt, da gerade mit Sand schnell eine Verstopfung
die Folge ist. Kies wirbelt beim Waschen im Eimer nicht so leicht auf und ist
daher besser als Sand zum Waschen im Haus geeignet. Da Kies jedoch kaum noch
Nährstoffe (im Gegensatz zu Sand) enthält, muß er gedüngt
werden, um später im Aquarium ein optimales Pflanzenwachstum zu erzielen.
Zur Bodengrunddüngung gibt es verschiedene Möglichkeiten:
· Eine 1-2 cm hohe Lage groben, ungewaschenen Bausand auf den Beckenboden geben. Das hat den Nachteil, daß diese Bodenschicht nach 1-2 Jahren verstopft, so daß nach dieser Zeitspanne der Bodengrund erneuert werden müßte. Über diese Sandschicht kommt eine 4-6 cm hohe Lage feiner Kies.
· Gewaschener Kies von 3-5 mm ¼ wird mit einem Bodengrunddünger (z.B. Hilena lnitial) vermischt und als erste Schicht ca. 3 cm hoch auf den Beckenboden geschichtet. Darüber kommt als zweite Schicht 5 cm hoch gewaschener Kies von gleicher Korngröße wie bei der ersten Schicht. Diese Methode hat den Nachteil, daß man sie bei einem bereits eingerichteten Becken nicht anwenden kann. Sie hat aber so viele Vorteile, daß man sich die Mühe machen sollte, das Becken auszuräumen.
· Es gibt fertiggemischten Bodengrund mit Düngerzusatz (z.B. Hobby von Fa. Dohse). Dieser fertige Bodengrund wird mit gewaschenem Kies vermischt und auf den Beckenboden geschichtet. Es ist die einfachste Methode für ein neu einzurichtendes Becken.
· Bei fertig eingerichteten Becken bleibt nur die Methode, Dünger nachträglich in den Bodengrund einzubringen. Das geschieht mit getrockneten Lehmkügelchen, die im Abstand von 5-10cm in den Boden gedrückt werden. Wie kommt man an diese Lehmkügelchen?
1. Es gibt ein Präparat fertig im Handel zu kaufen (Die 7 Kugeln von Fa. Böhme).
2. Aus Abbruchhäusern und -mauern in ländlichen Gegenden kann man uralten Lehmmörtel abkratzen. Hierbei ist darauf zu achten, daß man nicht an Zementmörtel gerät. Bei Unklarheit sollte man über eine Lehmprobe etwas Salzsäure tropfen. Schäumt es auf, ist der Lehm kalkhaltig und damit unbrauchbar für den Bodengrund.
3. Man fertigt sich die Lehmkügelchen selbst aus fettem, ungedüngten Gartenlehm oder solchem aus Lehmkuhlen an und trocknet sie im Ofen bei ca. 2000C eine Stunde.
Dem Bodengrund sollten genügend Zeit und Aufmerksamkeit zugewendet werden - ein guter Pflanzenwuchs wird der Erfolg sein.
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